TURIN
Turin wurde 1861 zur ersten Hauptstadt Italiens – sie nennt sich auch die Hauptstadt des Barocks. Barock und Jugendstil prägen die Architektur dieser Stadt. Es dominieren rechtwinklige, wie mit dem Lineal angelegte Straßenzüge (aus der Römerzeit), ockerfarbene Bürgerpaläste und lange Alleen. Auf nahezu jedem Platz steht ein in Bronze gegossener Held.

Manche fühlen sich durch das Stadtbild meist mehr an Paris als an Rom erinnert.
Eine Stadt, von der Nietzsche behauptete, es sei die einzige große Stadt, die ihm gefalle:

“Ecco una citta secondo il mio cuore.” – Das ist eine Stadt nach meinem Herzen. Er lebte in der Via Carlo Alberto 6.

Plätze, Arkaden (18 km), Monumente, Kunst (40 Museen), Grünflächen, Cafés, Restaurants, Handwerk und Ausstellungen, kulturelle Veranstaltungen, Nachtleben, Musik (Juli: Jazzfestspiele), Live Sessions, Café-Kultur, Mode und Design, Antiquitäten (hinter Porta Palazzo liegt das Balôn, die Zone der Turiner Trödler), der größte Markt unter freiem Himmel Europas, Paläste und Schlösser, das Turiner Grabtuch – eine Entdeckung!

Und Fiat darf nicht unerwähnt bleiben: Fiat bedeutet für Turin Tausende von Arbeitsplätzen. Alle zwei Jahre (2013, 2015 …), zur internationalen Autoshow salone dell’auto, steht Turin ganz im Zeichen des Autos.

Turin

Turin

 

Genua

GENUA
Genua ist die Stadt in Norditalien, die man wahrscheinlich haßt oder liebt. Wir lieben sie. Sie hat Stimmung, kulturelle Sehenswürdigkeiten und sie hat die beste Pesto der Region.
Gustave Flaubert schrieb 1845: “Ich habe eine wunderschöne Straße, Via Aurelia, gesehen und jetzt bin ich in einer schönen Stadt, in einer wirklich schönen Stadt: Genua. Ich gehe auf Marmor, alles ist aus Marmor: Treppen, Terrassen, Paläste.”

Genua ist eine vertikal verlaufende Stadt mit einem Gewirr von engen Gassen und Straßen im alten historischen Stadtzentrum. Hier stehen herrschaftliche Gebäude dicht neben bescheidenen kleinen Wohnhäusern und von einem Fenster zum andern ist es zum Greifen nahe.Dazwischen zahlreiche riesige Kirchen, die mit ihren strengen, schwarz-weißen Marmorstreifen einen bestechenden Kontrast bieten zu den verspielten Barockfassaden, die sich bei einem Gang durch die Stadt plötzlich an der nächsten Ecke erheben.

 

Wandmalereien, prunkvolle goldene Decken und mächtige Eingangsportale können nicht übersehen werden. Via Garibaldi, Palazzo Bianco und Piazzo Rosso sollten bei einem Besuch nicht nur von Kunstinteressierten besucht werden.

Corso Italia ist die große Meeresuferpromenade. Das wirkliche Leben findet in Sottoripa statt, in den engen Gassen und zwischen dem pulsierenden Treiben, den Geschäften, den Händlern, den Düften, den Menschen… wo man unverhofft einen besonderen Espresso trinkt oder die beste Pesto findet, die man je gegessen hat.

Anlässlich der Kolumbus-Veranstaltung von 1992 wurde in Genua das größte und modernste Aquarium Europas gebaut.

Nach der Endstation der Seilbahn Zecca Righi, über einen Fußweg, hat man einen imposanten Blick über die gesamte Stadt.
Und um- last but not least – bei den Zitaten zu bleiben, beschreibt Richard Wagner 1853 an Minna wirklich treffend seinen Eindruck über Genua: “Mehrere Tage lang lebte ich in einem wirklichen Zustand der Verzückung, ich konnte unmöglich einem festgesetztem Plan folgen, um die Meisterwerke der Stadt zu besichtigen.

Ich gab mich dem Genuß dieser neuen Umgebung in einer Weise hin, die man als musikalisch bezeichnen könnte. Ich habe noch nie so etwas wie Genua gesehen! Die Stadt ist unbeschreiblich schön, prächtig, charakteristisch….

Ich weiß wirklich nicht wo ich anfangen soll, um dir den Eindruck zu vermitteln, den mir dies alles gemacht hat und weiterhin macht…”

 

Genua

 

ALBA
Zuallererst sei hier im Zusammenhang mit Alba eines genannt: die Trüffel.
Mitte Oktober bis Mitte November findet in Alba die nationale Trüffelmesse statt.

Ein Spektakel, das alle Sinne beherrscht und jeden Gaumen erfreut.
Albas zentrale Einkaufsstrasse bietet Cafés, Restaurants, Delikatessengeschäfte, Önotheken und zahlreiche Marken-Boutiquen sowie Design- und Einrichtungsgeschäfte.

Dazwischen sind wunderschöne Kirchen und Plätze zu entdecken. Sehenswürdigkeiten finden sich bei einem Rundgang wie zufällig: der Dom San Lorenzo, die Kirche des hl. Domenikus (13. Jh.), die Johanneskirche, die Geschlechtertürme, das Rathaus (14. Jh.), etc. Ein gemütlicher großer Markt findet samstags statt.

ASTI
Asti war im Mittelalter die mächtigste und wohlhabendste Stadtrepublik des Piemonts. Das mittelalterliche Stadtbild ist im Zentrum fast komplett erhalten: einige Barockfassaden, Patrizierhäuser, Geschlechtertürme und gotische Kirchen. Die herbstliche Weinmesse Douja d’Or ist die wichtigste des Piemonts und die Kathedrale von Asti ist das bedeutendste gotische Monument Piemonts.

Im historischen Stadtkern, unter den Säulengängen, reihen sich die antiken Geschäfte und Cafés mit Fresken im Jugendstil bemalt, wo man Weine, Makronen, Pralinen und andere typische Leckereien des Monferrato genießen kann. Der wöchentliche Markt findet mittwochs statt. Und auch Asti hat eine Berühmtheit zu verzeichnen: Paolo Conte ist hier aufgewachsen.

Alba

Asti

 

 

Acqui_Terme

ACQUI TERME
Acqui Terme liegt an der Grenze zum Monferrato vor der alessandrinischen Ebene nicht weit von der Langhe entfernt. Eine Stadt, die viel zu bieten hat, z.B. die Quellen: Das Thermalbad umschließt verschiedene bromsalzhaltige

Schwefelquellen, zu denen auch die bollente gehört, die im Zentrum der Stadt mit einer Temperatur von 75° aus dem Boden sprudelt. Auf der anderen Seite des Bormida-Flusses, in der Nähe des antiken römischen Bades, befinden sich weitere warme Quellen, deren heilender Schlamm verwendet wird und eine schwefelhaltige Kaltwasserquelle, die den Namen fontanino romano trägt.
Neben den berühmten Thermalbädern hat Acqui einen sehr schönen, gepflegten alten Stadtkern, bietet zahlreiche Besichtigungsmöglichkeiten wie z.B. den Domplatz aus dem 11. Jhd., den Dom mit Renaissanceportal, den Bischofspalast, das Schloß der Paleologhi/Stadtmuseum mit zahlreichen Resten aus römischer Zeit, die Basilika San Pietro aus dem 10. Jhd. und das Ufer des Bormida mit den suggestiven Resten des römischen acquedotto (das Zeichen Acqui’s).

 

aus römischer Zeit, die Basilika San Pietro aus dem 10. Jhd. und das Ufer des Bormida mit den suggestiven Resten des römischen acquedotto (das Zeichen Acqui’s).

Die Spezialität Acqui’s sind die baci acquesi (Süssigkeit) und die berühmte farinata (herzhafte Teigspeise). Der wöchentliche Markt findet dienstags und freitags statt. Vom Bahnhof in Acqui Terme kann man bequem Fahrten in die umliegenden Orte und Städte unternehmen.
Nicht zu vergessen sind die regionale Enoteca, die zahlreichen Delikatessläden, das Nachtleben, die Restaurants, das Schwimmbad und die Ruhe, welche Acqui Terme ausstrahlt, wenn man bei Sonne unter blauem Himmel auf der Piazza bei einem Espresso dem Wasser des Brunnens im Zentrum dieser mediterranen Stadt zuschaut – wie es plätschert…

 

 

BISTAGNO/MONASTERO BORMIDA
Bistagno und Monastero Bormida: beides Dörfer, die man nicht links liegen lassen sollte. Ein Spaziergang durch die Gassen eröffnen einem wunderschöne alte und liebevoll renovierte Gebäude, Burgen und Kirchen. Die barocke Pfarrkirche S. Giovanni Battista mit einer auf Säulen gestützten Vorhalle und spitzem romanisch-gotischem Glockenturm in Bistagno ist in jedem Fall einen Blick wert. Der Delikatessenladen in Monastero ist ein Muß, wenn man in der Nähe ist.

CASSINE
Der alte Dorfkern ist einer der reichsten an Zeugnissen der Vergangenheit in der Gegend. Besonders: Der gotische Klosterkomplex S. Francesco.

NEIVE/BARBARESCO/BAROLO
Neive, Barbaresco und Barolo stehen im Mittelpunkt der Weinerzeugung. In Barbaresco ist in einer ehemaligen Barockkirche die regionale Enoteca untergebracht. In Neive befindet sich unter anderem die locanda la Contea, ein Restaurant mit Sälen aus dem 19. Jahrhundert mit antiken Möbeln und freskenverzierten Decken, vor allem aber mit authentischem Essen und dazu optimalen Weinen.

Wer exzellent essen möchte, ist hier sicher richtig. Und in der Burg von Barolo befindet sich ein sehr interessantes Weinmuseum

Barolo

MANGO/S. STEFANO BELBO
Im Castello di Mango (Piazza XX Settembre) befindet sich im Erdgeschoß die regionale Önothek. Das Restaurant des antiken Castellos der Markgrafen von Busca bietet einheimische Küche mit lokalen, saisonabhängigen Produkten. S. Stefano Belbo liegt im südöstlichen Piemont am Rande der Langhe. Hier ist Cesare Pavese geboren, berühmter Autor der Literatur aus dem zwanzigsten Jahrhundert, der wie kein anderer die Landschaft der Langhe und des Monferrats beschreibt.

Wer das Auto abstellt, sollte sich die kleine Kirche der Madonna della Neve, den Schloßturm, die entweihte Kirche Santi Giacomo e Cristoforo und das Cesare Pavese gewidmete Geburtshaus und Studienzentrum anschauen.

Diverse Ortschaften
COSSANO BELBO ist ein hübscher Ort, schön um durchzufahren und die Wirkung mitzunehmen oder dort in einer Osteria einzukehren.
CANELLI ist ein größerer Ort mit einigen grossen Wein-Kellereien, welche unterirdisch angelegt sind.
CORTEMILIA ist das “Haselnuss-Zentrum” und bietet einen alten Stadtkern mit einigen Osterien.
Von MONTABONE aus hat man einen wahnsinnig schönen Blick in die Landschaft, hoch oben auf sämtliche Hügel. Bei guter Sicht kann man problemlos bis zu den schneebedeckten Alpen sehen.
Freie Bademöglichkeiten hat man im Fluß Erro bei Melazzo ganz in der Nähe von Acqui Terme und Bubbio.

Weitere (und längst nicht alle) kulturell sehenswerte Orte in der Umgebung sind:
Strevi (Burg)
Castelnuovo Bormida (Burg)
Ponti (Burg)
Montechiaro Dácqui (Museum des Bauerntums)
Spigno Monferrato (Brücke San Rocco)
Melazzo (Burg)
Castelletto d’erro (Turm)
Cartosio (Turm)